Bestehende Technik und weiteren Ausbau einbeziehen
Stromnutzung und zusätzliche Energietechnik
Der Betriebsalltag erklärt die Aufgabe der Anlage in Rheinberg. Für die Stromnutzung im Unternehmen sind Menge und Zeitpunkt relevant. Eine zeitlich aufgelöste Lastdarstellung verbindet diese beiden Informationen mit dem beobachteten Betriebsablauf, indem sie den jeweiligen Leistungsbedarf den dazugehörigen Abschnitten der Aufzeichnung zuordnet. Ein höherer Bedarf kann mit mehreren gleichzeitig genutzten Geräten zusammenfallen. Seine Einordnung braucht den Bezug zum jeweiligen Ablauf; die Branchenbezeichnung allein erklärt ihn nicht. Für einen zeitlichen Vergleich braucht die Darstellung eine erkennbare Auflösung. Die Dauer eines Erfassungsabschnitts erklärt, welche Veränderungen getrennt erscheinen und welche bereits gemeinsam in einem Wert enthalten sind, obwohl sie nacheinander im Betrieb auftreten. Der Strombedarf einer normalen Woche und der einer längeren Schließzeit können voneinander abweichen. Beide Situationen bleiben für die gemeinsame Betrachtung von Erzeugung und Nutzung relevant und behalten dabei ihren jeweiligen Platz innerhalb des Betriebsjahrs am Standort. Eine noch nicht umgesetzte Erweiterung hat einen anderen Kenntnisstand als der laufende Betrieb. Der Vergleich ihrer angenommenen Nutzung mit den vorhandenen Beobachtungen hält diesen Unterschied erkennbar. Angenommen, ein Hallenbetrieb unterbricht seine normale Arbeit für mehrere Wochen. Die Betrachtung eines einzelnen gut ausgelasteten Tages würde diesen Abschnitt im gedachten Jahresablauf nicht mit abbilden.
Ein Speicherwunsch umfasst mehr als die Angabe einer Kapazität. Bei Angaben zum Energieinhalt lohnt die eindeutige Zuordnung zum System. Die in Kilowattstunden beschriebene Kapazität und seine Aufnahme- oder Abgabeleistung bleiben unterschiedliche technische Größen. Ein Speicher kann Grenzen bei seiner Abgabeleistung haben. Ein großer Energieinhalt bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das System eine beliebig hohe kurzfristige Last versorgen kann. Für eine zeitversetzte Nutzung ist relevant, über welchen Abschnitt die Energie bereitstehen soll. Die Betrachtung verbindet diesen Zeitraum mit dem jeweiligen Leistungsbedarf statt nur mit der Speichergröße. Der Zweck eines Speichers ist eine eigene Planungsgrundlage. Eine pauschale Größenempfehlung allein nach Modulleistung erklärt diese betriebliche Aufgabe und ihren Zeitverlauf noch nicht. Ein gedachter Vergleich setzt 64 kWh nutzbare Energie und gleichmäßige 16 kW Abgabe an. Ohne zusätzliche Verluste ergibt die Rechnung vier Stunden für diesen idealisierten Verlauf. Für den praktischen Speichereinsatz zählen die Betriebsbedingungen des Systems während der beabsichtigten Nutzung. Dazu gehören seine technischen Grenzen und Verluste, die eine vereinfachte Rechnung mit konstanten Werten ausblendet und deshalb nicht für eine reale Anlage bewertet.
Ladebedarf und weiteren Ausbau betrachten
Für den Ladebedarf zählt, wann die Fahrzeuge tatsächlich am Standort stehen. Ein Fahrzeug kann lange stehen und wenig Energie benötigen oder kurz verfügbar sein und mehr brauchen. Beschreiben Sie seine Ladeaufgabe deshalb genauer als mit einer reinen Stellplatzangabe. Ein Aufenthalt zwischen zwei Fahrten hat einen zeitlichen Anfang und ein Ende. Die Ladebetrachtung verbindet diese Eckpunkte mit dem zusätzlichen Energiebedarf bis zur Weiterfahrt. Ob Erzeugung und Fahrzeugladen direkt zusammentreffen, hängt auch vom möglichen Anschlusszeitpunkt ab. Eine große jährliche Photovoltaik-Menge beantwortet diese Zeitfrage für einen einzelnen Einsatz nicht. Die zeitliche Überschneidung mehrerer Ladevorgänge ist eine eigene Anforderung. Eine gemeinsame Tagesmenge kann sowohl gleichzeitige als auch nacheinander stattfindende Nutzung enthalten und unterscheidet beide noch nicht. Ein gedachter Fall nimmt 18 kWh innerhalb von zwei Stunden an. Der verlustfreie Durchschnitt beträgt 9 kW und erläutert diese Energieaufgabe, ohne eine technische Lösung festzulegen. Das Fahrzeug und die Ladeeinrichtung stehen mit der verfügbaren Versorgung in einem gemeinsamen technischen Zusammenhang. So erhält die rechnerische Energieaufgabe einen Bezug zu den Möglichkeiten und zum Verlauf eines tatsächlichen Ladevorgangs, den der bloße Durchschnittswert allein noch nicht festlegt.
Eine Erweiterung verbindet zusätzliche Erzeugung mit der vorhandenen Technik. Die sichtbare Modulfläche ist ein Teil der Photovoltaikanlage. Ihre Gleichstromerzeugung gehört zum technischen Aufbau, auf den eine Betrachtung zusätzlicher Erzeugung und weiterer Komponenten aufsetzt. Zur Gleichstromerzeugung der Module kommt die Aufgabe des Wechselrichters hinzu: die Umwandlung in Wechselstrom. Ein Ausbauentwurf verbindet neue und bisherige Komponenten. Welche Verbindung möglich ist, hängt von der Beurteilung ihrer Eigenschaften ab. Ein Ausbau in Etappen hat mehrere Anlagenzustände. Jedem Abschnitt entsprechen die dann vorgesehene Erzeugung und die jeweils genutzten Verbraucher. Eine Modellvariante kann eine andere Dachausrichtung ansetzen als eine zweite. Dieser Unterschied gehört zu den Eingaben und bleibt beim Vergleich ihrer berechneten Jahresergebnisse erkennbar. Ein höheres Modellergebnis kann auch auf anderen Eingaben statt allein auf einer Anlagenänderung beruhen. Der Vergleich führt die Zahlen daher auf ihre Grundlagen zurück, statt sie ohne Bezug zum berechneten Entwurf und dessen jeweiligen Annahmen gleichzusetzen.