Bestehende Technik und weiteren Ausbau einbeziehen
Stromnutzung und zusätzliche Energietechnik
Beim gewerblichen Photovoltaik-Vorhaben in Georgsmarienhütte erklärt die Stromnutzung mehr als eine reine Dachangabe. Die zeitliche Darstellung beantwortet die Frage nach dem jeweiligen Leistungsbedarf und dessen Lage innerhalb der aufgezeichneten Nutzung. Zusammen mit der Energiemenge beschreibt sie den Betrieb genauer, als es eine Summe allein ohne diese Zuordnung tun würde. Mehrere nacheinander laufende Geräte bilden einen anderen Verlauf als dieselben Geräte bei gemeinsamer Nutzung. Die Energiemenge allein zeigt diese zeitliche Verteilung noch nicht. Eine grobe zeitliche Zusammenfassung und eine feinere Kurve liefern unterschiedliche Einblicke in dieselbe betrachtete Nutzung. Der Vergleich ordnet deshalb zunächst die Dauer der jeweils dargestellten Abschnitte und die damit verbundene Mittelung ein. Die Einordnung über mehrere Betriebsphasen kann Unterschiede sichtbar machen, die ein einzelner Tag auslässt. Der Beobachtungszeitraum bleibt deshalb Bestandteil der beschriebenen Datengrundlage, einschließlich seines Kalenderbezugs zur damaligen Nutzung und zum übrigen bekannten Ablauf im Unternehmen. Die vorhandenen Betriebsdaten verlieren bei einer Erweiterung nicht ihren Wert. Sie beschreiben den Ausgangszustand; eine zusätzliche geplante Nutzung kommt mit ihrer jeweiligen Annahme hinzu. Für einen gedachten Vergleich steht ein Gerät vormittags still und kommt erst abends zum Einsatz. Seine Aufgabe kann unverändert bleiben, während der Bedarf in andere Stunden als die Solarerzeugung fällt.
Bei einem zusätzlichen Speicher stehen Energiemenge und Leistungsbedarf nebeneinander. Die für einen Einsatz verfügbare Energiemenge ist eine eigene Eigenschaft des Speichers. Lesen Sie ihre Beschreibung in Kilowattstunden getrennt von Leistungswerten in Kilowatt. Die in Kilowatt genannte Leistung ist eine zusätzliche Systemangabe. Zwei Speicher mit ähnlichem Energieinhalt müssen deshalb nicht dieselben zeitlichen Anforderungen auf dieselbe Weise erfüllen. Eine länger bereitstehende Energiemenge und eine hohe kurzfristige Abgabe sind unterschiedliche Anforderungen. Der zeitliche Bezug erklärt, weshalb eine Kennzahl allein den Speicher nicht beschreibt. Spätere Nutzung von Solarstrom verschiebt Energie in andere Stunden. Eine Lastspitzenbegrenzung richtet sich dagegen auf bestimmte hohe Leistungsbezüge; betrachten Sie die beiden Aufgaben getrennt. Ein gedankliches Beispiel gibt 90 kWh nutzbare Energie mit gleichbleibenden 15 kW ab. Ohne weitere Verluste ergibt die Rechnung sechs Stunden und verdeutlicht den zeitlichen Bezug der beiden Angaben. Im Betrieb wirken Energiebedarf und technische Möglichkeiten zusammen. Welche Abgabe tatsächlich nutzbar ist, erhält daher einen Bezug zur Ausstattung, zu ihren Betriebsbedingungen und zu den dabei auftretenden Verlusten, zusätzlich zur idealisierten Erklärung von Energiemenge, Leistung und Dauer.
Ladebedarf und weiteren Ausbau betrachten
Laden und Photovoltaik-Erzeugung treffen auf den Tagesablauf des Fuhrparks. Bei mehreren Fahrzeugen können die benötigten Energiemengen unterschiedlich sein. Eine gemeinsame Fuhrparkzahl fasst die Fahrzeuge zusammen, zeigt diese Unterschiede im täglichen Bedarf aber nicht. Ein Aufenthalt zwischen zwei Fahrten hat einen zeitlichen Anfang und ein Ende. Die Ladebetrachtung verbindet diese Eckpunkte mit dem zusätzlichen Energiebedarf bis zur Weiterfahrt. Ein Aufenthalt auf dem Betriebsgelände kann andere Zeiten umfassen als eine mögliche Ladung. Für den Vergleich mit Solarerzeugung zählt das tatsächlich verfügbare Zeitfenster am vorgesehenen Ladeplatz. Ob Fahrzeuge gleichzeitig oder nacheinander laden sollen, verändert die zeitliche Aufgabe. Die gemeinsame Betrachtung verbindet diese Nutzung mit der Versorgung und dem übrigen Leistungsbedarf am Standort. Ein bloßes Rechenbeispiel verteilt 40 kWh auf vier Stunden. Ohne weitere Verluste entspricht das durchschnittlich 10 kW, ohne damit eine bestimmte Ladeausstattung als geeignet zu bestätigen. Die im Beispiel konstante Leistung ist eine vereinfachte Annahme zur Erklärung der Energieaufgabe. Für eine wirkliche Ladung zählen stattdessen der mögliche Verlauf und die technischen Grenzen der eingesetzten Ausstattung gemeinsam, mit Bezug zu Fahrzeug, Ladepunkt und verfügbarer Versorgung.
Ein neues Dach allein beschreibt die Erweiterung noch nicht vollständig. Vorhandene Module und zusätzlich gedachte Erzeugung gehören zu unterschiedlichen Ständen der Anlage. Diese Zuordnung gibt dem Ausbauentwurf eine konkrete Grundlage und macht seine geplante Veränderung nachvollziehbar. Im Anlagenkonzept erfüllen Generator und Wechselrichter verschiedene Aufgaben: Gleichstrom erzeugen und diesen in Wechselstrom umwandeln. Ein Entwurf führt Bestand und Ergänzung zusammen. Die mögliche Weiterverwendung vorhandener Komponenten braucht dabei eine Beurteilung ihrer Eigenschaften. Neue Erzeugung und zusätzliche Nutzung können zu verschiedenen Zeiten hinzukommen. Der Vergleich erklärt die Stromaufgabe in den einzelnen Ausbauphasen. Eine zusätzliche Dachfläche kann andere Orientierung und Neigung haben als der Bestand. Für die Ertragsbetrachtung gehören solche Unterschiede zu den jeweils angesetzten Entwürfen dazu. Ein höheres Modellergebnis kann auch auf anderen Eingaben statt allein auf einer Anlagenänderung beruhen. Der Vergleich führt die Zahlen daher auf ihre Grundlagen zurück, statt sie ohne Bezug zum berechneten Entwurf und dessen jeweiligen Annahmen gleichzusetzen.